Ein Bulldoggenwelpe zieht ein: ein ruhiger Plan für die erste Woche
Die erste Woche dient dem Kennenlernen, nicht dem Abarbeiten eines Trainingsplans. Vereinbaren Sie eine einfache Familienroutine und passen Sie sie an Vertrauen, Ruhe und Gesundheitsbedürfnisse des Welpen an.
Von Casa Bulldog

Vor der Ankunft: einen Ruhebereich schaffen
Sichern Sie vor dem Einzug Kabel, kleine Gegenstände und Ausgänge. Bereiten Sie rutschfesten Boden, Wasser und einen ruhigen Schlafplatz vor. Legen Sie fest, wer Fütterung, beaufsichtigte Toilettenpausen und nächtliche Begleitung übernimmt. Lassen Sie das weitere Zuhause schrittweise entdecken; auch ein sicherer Raum braucht Aufsicht.
Planen Sie auch die Heimfahrt. Nutzen Sie eine sichere, gut belüftete Box, fahren Sie zu einer kühlen Tageszeit und nehmen Sie Wasser, Handtücher und das gewohnte Futter mit. Halten Sie den ersten Abend ruhig: ein kurzer Blick in Garten oder Balkon, eine kleine Mahlzeit und viel Schlaf reichen völlig. Viele Familien merken, dass ein Laufstall oder eine Box in der Nähe ihres Sitzplatzes dem Welpen hilft, zu ruhen und sich trotzdem dazugehörig zu fühlen.
Erste Tage: Gewohntes bewahren
Fragen Sie vor der Übergabe nach individuellem Futter und bisherigem Tagesablauf. Vermeiden Sie abrupte Futterwechsel und besprechen Sie Mengen tierärztlich. Beobachten Sie Appetit, Kot und Schlaf, ohne aus Notizen Diagnosen abzuleiten. Geben Sie viel Ruhe und kurze, sanfte Begegnungen statt eines Hauses voller Besucher.
Stubenreinheit beginnt mit gutem Timing, nicht mit Korrektur. Bringen Sie den Welpen nach dem Aufwachen, nach dem Fressen, nach dem Spielen und tagsüber etwa alle zwei Stunden an dieselbe Stelle draußen und loben Sie ruhig, wenn er sich löst. Missgeschicke im Haus sind normal; reinigen Sie mit einem Enzymreiniger und verzichten Sie auf Strafen, denn sie lehren den Welpen nur, sich zu verstecken. In den ersten Wochen ist mindestens eine Pause in der Nacht üblich.
Am Wochenende: prüfen statt drängen
Prüfen Sie, was beim Ankommen geholfen hat und was schwer bleibt. Stimmen Sie öffentliche Kontakte mit Impfberatung ab und bereiten Sie Unterlagen für einen Termin vor. Bei Krankheit oder Atemproblemen fragen Sie zeitnah tierärztlich nach. Stubenreinheit und Alleinschlafen müssen nicht binnen sieben Tagen gelingen.
Nehmen Sie den ersten Tierarzttermin in den ersten Tagen wahr. Bringen Sie die Unterlagen des Welpen mit und notieren Sie Ihre Fragen vorab: Impfplan, Parasitenvorsorge, Futtermengen und ab wann eine Welpengruppe sinnvoll ist. In Spanien sollten Sie außerdem prüfen, ob der Mikrochip im regionalen Heimtierregister auf Ihren Namen umgeschrieben wurde, und fehlende Kontaktdaten ergänzen.
Nächte und Eingewöhnung
Die meisten Welpen weinen in den ersten Nächten, weil alles neu ist und die Geschwister fehlen. Oft hilft es, das Körbchen oder die Box anfangs ins Schlafzimmer zu stellen, am besten mit einer Decke, die nach dem Wurf riecht, falls die Züchterin oder der Züchter eine mitgeben kann. Reagieren Sie auf echte Bedürfnisse wie eine Toilettenpause ruhig und kurz und bringen Sie den Welpen danach zurück ins Bett, ohne die Nacht zur Spielzeit zu machen.
Selbstständigkeit kann warten. Sobald der Welpe zuverlässig schläft, lassen sich tagsüber kurze Phasen allein in einem sicheren Bereich üben – zunächst nur wenige Minuten, während Sie im Nebenzimmer sind. Ein Welpe, der zu früh allein bleiben muss, lernt oft Panik, und die ist später viel schwerer abzubauen.
Ihre Checkliste für die erste Woche
- Das gewohnte Futter des Welpen, mindestens für die erste Woche
- Wasser- und Futternapf, ein weiches Körbchen sowie Box oder Laufstall
- Ein Geschirr, das nicht auf den Hals drückt, und eine Leine
- Enzymreiniger sowie saugfähige Unterlagen oder Handtücher
- Einige sichere Kauspielzeuge in passender Größe
- Telefonnummer Ihrer Tierarztpraxis und der nächsten Notfallklinik
- Ein Ordner mit Vertrag, Impfnachweis und Mikrochipdaten
Weitere Ratgeber zur Welpenpflege
Quellen und weiterführende Informationen
Unabhängige Informationsquellen. Sie sprechen keine Empfehlung für diese Zucht aus; individuelle Pflegeentscheidungen besprechen Sie mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt.
Dieser Leitfaden dient der allgemeinen Information. Besprechen Sie individuelle Gesundheit und Pflege mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt.
